eifelreise fuehrer

Blankenheim

Ahrdorf winter
Foto: R. Faymonville

330-350 m, ca. 240 Einwohner

 

Direkt an der Ahr und an den Hängen des Ahrtales gelegen in einer waldreichen, ruhigen Umgebung. Der Hauptteil des Ortes befindet sich am südlichen Ahrufer, während die B 258 am nördlichen Ufer in Richtung Nürburgring und Koblenz weiterführt. Die gesamte Gemarkung von Ahrdorf liegt in einer Kalkmulde, die wie andere Bereiche der Gemeinde im Mitteldevon entstanden ist. Feriendorf, Campinganlage.

 

Geschichte

Südlich von Ahrdorf beim Beuerhof wurde ein guterhaltener römischer Gutshof ausgegraben und später wieder zugeschüttet. Ahrdorf selbst wurde, wie Urkunden belegen, 970 gegründet und gehörte zur Trierer Abtei St. Maximin. Graf Heinrich übergab es als Lehnsgut seiner Eltern Wigericus und Cunegunda an die Trierer Abtei St. Maximin. Lange Zeit hatte der Ritter von Mirbach dieses Schloß in seinem Besitz. Ab dem 15. Jahrhundert waren zumeist die Gerolsteiner und die Blankenheimer, die oft eine Herrschaft bildeten, die Herren von Ahrdorf.

 

Sehenswürdigkeiten

Neben der Kapelle in Ahrdorf ist dessen Brücke über die Ahr sehenswert, ein aus dem 19. Jahrhundert stammender Bau. Aufgrund vieler Überschwemmungen, die mit durch den viel zu engen Durchlaß des einzigen Brückenbogens verursacht worden waren, ließ die Gemeinde 1985 im Stil des Originals einen zweiten Brückenbogen bauen.

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 3 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 25,5 km.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199


www.ahrdorf.de



Ahrdorf bei google maps

 

Gastgeber in Ahrdorf:
 
Ahrhuette Dollendorfer Str 6
Foto: Listen-köbes/wikipedia

350 m, ca. 270 Einwohner

 

Dieser Gemeindeteil liegt in reizvoller Lage direkt an der Ahr. In der Gemarkung Ahrhütte endet das Wacholder-Naturschutzgebiet Lampertstal.

 

Geschichte

Die Geschichte von Ahrhütte ist zweigeteilt. Der Ortsteil rechts der Ahr gehörte zu Dollendorf, der links der Ahr zu Lommersdorf bzw. zum Herzogtum Arenberg. In Ahrhütte und in der nahe gelegenen Stahlhütte wurden die in Lommersdorf und in Freilingen gefundenen Eisenerze der Arenberger verhüttet.

 

Sehenswürdigkeiten

Der ehemalige Gasthof »Zur Linde« (mit Arenberger Wappen) war früher (1677) das Verwaltungsgebäude der Hütten. In Ahrhütte sind noch weitere Reste der früheren Eisenwerke zu sehen. So auch der Stollenhof (16. Jahrhundert).

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199

Ahrhütte im Internet

Ahrhütte bei google maps


 
Blankenheim

455 m, ca. 8.300 Einwohner

Der Quellort der Ahr befindet sich im Deutsch-Belgischen Naturpark.

Blankenheim hat 17 Ortsteile:
Ahrdorf, Ahrhütte, Alendorf, Blankenheim, Blankenheimerdorf, Dollendorf, Freilingen, Hüngersdorf, Lindweiler, Lommersdorf, Mülheim, Nonnenbach, Reetz, Rohr, Ripsdorf, Uedelhoven und Waldorf.



Der staatlich anerkannte Erholungsort mit mittelalterlichem Ortskern liegt in einem bewaldeten Talkessel und wird überragt von der Burg der Grafen von Blankenheim. Das Erholungsgebiet des Ortes liegt rings um den Schlossweiher: beheiztes Freibad, Kahnweiher mit Bootsverleih, Minigolf, nostalgischer Kinderspielplatz und Gästetennisanlage. Weitere Freizeitmöglichkeiten: u.a. Angeln, Sportfischen, Bootfahren, Surfen, Reiten (Reitplatz und -halle) Fahrradfahren. Fossile Fundstellen im ganzen Gebiet.


Geschichte

Am nördlichen Ortsrand von Blankenheim fand man die Reste der riesigen »Villa urbana«, die 75 Räume und ein Ausmaß von 245 x 20 m hatte. Dieses Bauwerk wurde in der Zeit vom 1.–3. Jahrhundert erstellt. An der Stelle der heutigen Burg soll eine Befestigung (Kastell) gestanden haben. Weitere Funde legen nahe, daß Blankenheim ein wichtiger Stützpunkt der Römer zwischen Köln und Trier gewesen sein muss, denn die Römerstraßen Trier–Köln und Trier–Bonn führten dicht an Blankenheim vorbei. Im 5. Jahrhundert verdrängten dann die Franken die Römer, die über 400 Jahre ziemlich friedlich in der Eifel geherrscht hatten. Zur Zeit des Frankenkönigs Theoderich IV. (721–737) machte Bertrada zu Prüm am 23. Juli 721 u.a. eine Schenkung an »blancio« (Blankenheim). Gerhardus de Blankenheim wird 1112 urkundlich genannt. 1115 wird die Burg auf der Felskuppe oberhalb der Quelle der Ahr erbaut. 1380 werden die Herren von Blankenheim, die sich von 1112–1794 in ununterbrochener Reihe verfolgen lassen, von Kaiser Wenzel in den Grafenstand erhoben. 1461 macht Kaiser Friedrich III. Graf Dietrich III. von Blankenheim-Manderscheid zum Reichsgrafen. Das Geschlecht der Herren und Grafen von Blankenheim war bis zur Französischen Revolution eines der größten und mächtigsten der Eifel. Der Herrschaftsbereich ging teilweise bis an die Mosel. Die letzte Regentin, Gräfin Augusta von Blankenheim-Sternberg, floh 1794 überstürzt vor den französischen Revolutionstruppen nach Böhmen. In der Französischen Zeit war Blankenheim eine Mairie und ein Canton im Departement Saar. 1816 kam Blankenheim zu Preußen und war kurze Zeit eine Kreisstadt. Bei der kommunalen Neugliederung 1969 wurde Blankenheim mit 17 anderen Orten des Amtsbezirks zusammengelegt und in der heutigen Form als Gemeinde Blankenheim gegründet.


Sehenswürdigkeiten

Die Burg Blankenheim (1112) wird nach Abschluss von Renovierungsarbeiten Ende 1996 wieder als Jugendherberge genutzt werden. Sehenswert ist die spätgotische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt (1495–1505) mit Netzgewölbe, Heiligenfiguren auf den Schlusssteinen, einem geschnitzten neugotischen Altar mit Skulpturen ältester flämischer Arbeit sowie zwei dazu passenden Seitenaltären. In der Krypta befinden sich ein Sarkophag mit den Gebeinen der gräflichen Familie, ein Votivstein, eine 70 cm hohe, in Silber geschlagene Büste mit den Reliquien des hl. Georg (16. Jahrhundert) und ein Orgelwerk (166 Register), eines der ältesten in Westdeutschland. Die Kapelle Hülcherth (1764) mit einem eisernen Glockenturm gilt als gelungene Rokokolösung. Ebenfalls besuchenswert sind das Hirtentor mit dem gräflichen Wappen (1404) und das Eifelhaus am Hirtentor (1603), Haus Klahsen (1595), das Georgstor mit der Holzfigur des hl. Georg (1670) sowie die Ahrquelle (1726) mitten im Ort unter einem alten Fachwerkhaus, nebenbei die Steinfigur des hl. Nepomuk (18. Jahrhundert). – Museen: Regionalmuseum für Naturkunde und Kulturgeschichte mit Gildehaus; Karnevalsmuseum im Georgstor; Galeriewerkstatt am Hirtenturm.

 

Jährliche Veranstaltungen

• »Geisterzug« am Karnevalssamstag um 19.11 Uhr
• »Seenachtsfest«, 1. August-Wochenende
• »Trödelmarkt«, 3. August-Wochenende
• »Seefest« am Freilinger See, 1. Juli-Wochenende
• »historisches Erntedankfest« in Dollendorf (alle 2 Jahre, wieder 2009)

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 400 km (darunter 10 örtliche Rundwanderwege mit einer Gesamtlänge von 105 km, s. Gemeindeteile).

 
 
Touristinformation & Eifelmuseum Blankenheim
Hauptsaison: April - Oktober
Mo. - Do.        10:00 - 16:00 Uhr
Fr.                   10:00 - 17:00 Uhr
Sa. - So.           11:00 - 15:00 Uhr
Nebensaison: November bis März   
Mo. - So.         11:00 - 14:00 Uhr
 
Kontaktdaten:
Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel:        02449-87-222 / -223
Fax:       02449-87-196


Blankenheim bei google maps



Gastgeber in Blankenheim:
Ferienwohnungen:
Ferienwohnung Heidehof
Heidehof 1
53945 Blankenheim-Freilingen
Ferienwohnung Nett
Steinstr. 18
53945 Blankenheim-Freilingen
Ferienwohnung Mai
Martinusstraße 4
53945 Blankenheim-Freilingen
Ferienwohnung Bertram
Rohrer Straße 10
53945 Blankenheim-Lindweiler
Ferienhäuser:
Feriendorf Freilingen
Freilingen 16
53945 Blankenheim-Freilingen
Ferienhaus Linden
Waldorfstr. 43
53945 Blankenheim-Waldorf
Camping-/Wohnmobilstellplatz:
Eifel-Camp
Am Freilinger See 1
53945 Blankenheim-Freilingen

DSC 5403 Alendorf

475 m, 265 Einwohner

 

Der Ortsteil liegt auf einer Hochebene, genau südlich von Blankenheim zwischen dem Quellgebiet der Ahr und dem Quellgebiet der Kyll. Er wird von drei Bergen Kalvarienberg, Eierberg und Hämerberg umgeben. Bei Alendorf beginnt das 650 ha große Wacholder-Naturschutzgebiet Lampertstal. Jugendzeltplatz etwas außerhalb im Lampertstal.

 

Geschichte

Eine Römerstraße führte von Jünkerath, Esch über Alendorf und Waldorf nach Blankenheim. An dieser Straße wurde bei Alendorf eine römische Siedlung entdeckt. Später wurde das fruchtbare Gebiet der »Alendorfer Kalkmulde« schon früh von den Franken besiedelt. Ab 1271 ist Alendorf namentlich in Urkunden belegt. Bereits im 13. Jahrhundert lässt sich auch ein Pfarrer nachweisen, womit Alendorf die älteste Pfarrei im Dekanat Blankenheim ist. Territorial unterstand Alendorf im 13. Jahrhundert und bis Anfang des 14. Jahrhundert den Herren von Dollendorf-Cronenburg und wurde Mitte des 14. Jahrhundert der Herrschaft Jünkerath einverleibt, die dann wiederum 1498 in den Besitz des Grafen Johann I. von Blankenheim überging, zu dem es seitdem gehörte.

 

Sehenswürdigkeiten

Am Kalvarienberg befindet sich bei einer alten, denkmalgeschützten Bergkirche ein alter Kreuzweg (17. Jahrhundert). Jährlich in der sogenannten Karwoche führen Kreuzwegprozessionen entlang der Stationen bis zum Schlusskreuz auf den Gipfel des Kalvarienberges. Ebenfalls am Kalvarienberg bietet das Wacholder-Naturschutzgebiet Lampertstal eine einmalig üppige Wacholdervegetation.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199

Alendorf im Internet

Alendorf bei google maps


Gastgeber in Alendorf:

 

Blankenheimerdorf
Foto: Listen-köbes/wikipedia

555 m, ca. 950 Einwohner

 

Der Ortsteil liegt zwischen der Quelle der Ahr und der Urft auf einem Hügelrücken, der die Wasserscheide bildet.

 

Geschichte

Eine Römerstraße führte direkt durch den heutigen Ortsteil Blankenheimerdorf. In dem Ort wurde römisches Mauerwerk gefunden. Zur Zeit der Franken fungierte Blankenheimerdorf als Königshof. Es war u.a. Teil eines Jagdbezirks Karls des Großen. Vor der Errichtung der Burg auf der Felskuppe oberhalb der Ahrquelle hieß der heutige Ort »Blankenheim«. Nach ihrer Fertigstellung bildete sich unterhalb der Burg ein neuer Ort, der sich »Blankenheim« nannte, während das alte »Blankenheim« den Zusatz »Dorf« erhielt.

 

Sehenswürdigkeiten

Die ältesten Teile der kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul stammen aus dem Jahre 1684. Neugotischen Ursprungs sind Altar, Kommunionbank, Gestühl, Beichtstuhl, Empore mit Orgel und Sakristeitüre.

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 2 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 15 km.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199


Blankenheimerdorf im Internet

Blankenheimerdorf bei google maps

 


Gastgeber in Blankenheimerdorf:

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