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Blankenheim

Dollendorf

450 m, ca. 820 Einwohner                         Foto: Listen-köbes/wikipedia

 

Der Ortsteil befindet sich in der Kalkeifel, der sogenannten »Dollendorfer Kalkmulde«. 2 km nördlich liegt der Ortsteil Schloßthal mit der Burgruine Dollendorf. Im Nordwesten der Gemarkung dehnt sich ein großer Teil des Wacholder-Naturschutzgebietes Lampertstal aus. Jugendzeltplatz unweit der Burgruine.

 

Geschichte

Bewiesen durch zahlreiche Funde, muss Dollendorf der Mittelpunkt einer großen römischen Siedlung gewesen sein. An der Stelle der heutigen Antoniuskapelle soll ein römischer Tempel des Kriegsgottes Mars gestanden haben. Nachdem die Römer im 5. Jh. von den Franken verdrängt worden waren, war Dollendorf ein Allod eines fränkischen Großen. Im Güterverzeichnis der Abtei Prüm wurde schon 893 ein Edelherr »vir nobilis de dollendorpt« genannt. Die »Vita Annonis« nennt 1077 einen Arnold de dollendorpht. Der erste castrum-Beleg stammt ebenfalls aus dem Jahre 1077. Die nächsten Herrscher sind Gumperus de Tollendorf, Adolf von Dollendorf und Gerlach I., der neben Dollendorf auch schon die Herrschaft Kronenburg besaß. Gerlach II. (1268–1297) erscheint in über 50 Urkunden. In den Auseinandersetzungen zwischen Kurköln und Luxemburg betrieb Gerlach II. eine Schaukelpolitik. Repressalien folgten. Zur gleichen Zeit wurde der Einfluß Blankenheims durch verwandtschaftliche Beziehungen zu Luxemburg im oberen Ahrgebiet immer stärker. Die Dollendorfer verschuldeten sich immer mehr, und Besitz um Besitz mußte verpfändet werden. Im 15. Jahrhundert starb die männliche Linie der Dollendorfer aus. Danach teilten sich mehrere Herren und Herrscher das unglückliche Erbe. 1742 fand der »Dollendorfer Krieg« zwischen den Grafen von Salm-Dyck und von Blankenheim statt. Der Blankenheimer siegte und die Herrschaft Dollendorf kam trotz gegenteiligen Urteils des Reichskammergerichts Wetzlar endgültig zu Blankenheim. In der französischen Zeit war Dollendorf eine Mairie im Canton Blankenheim.

 

Sehenswürdigkeiten

Die Burgruine Dollendorf (1077) im Ortsteil Schloßthal deutet heute noch auf eine ehemals großartige Burganlage hin. Ein alter Kreuzweg führt vom Ortsrand bis zur Burgruine. Seinen Endpunkt bildet das sogenannte »Hohe Kreuz« kurz vor der Burgruine Dollendorf. Im Bereich der Antoniuskapelle (1701) soll ein römischer Tempel des Kriegsgottes Mars gestanden haben. Jährlich am Karfreitag führt eine Kreuzwegprozession zur Antoniuskapelle und den Stationen. Des weiteren sehenswert sind u.a. der Antoniushof (17. Jahrhundert), das Marienkapellchen (1734) und die spätgotische Pfarrkirche St. Johann Baptist, deren Ursprünge in das Jahr 1380 zurückgehen.

 

Jährliche Veranstaltungen

• »Historisches Erntedankfest« mit Erntedankzug (alle 2 Jahre), September/Oktober.

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 5 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 31 km.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199

Dollendorf im Internet

 

Dollendorf bei google maps

 


Gastgeber in Dollendorf:


 

Freilingen ARN3143

420-470 m, ca. 690 Einwohner

 

Dieser Ortsteil und seine weitere Umgebung sind ein vielseitiges Freizeit- und Erholungszenturm. Den Schwerpunkt bildet der 9 ha große Stausee, der 1975 zu diesem Zweck fertiggestellt wurde: Angeln, Wassersport, Minigolf, Waldlehrpfad, Grillanlage und Campingplatz. Ein Feriendorf befindet sich auf dem »Freilinger Bruch« (Waldlichtung, 2 km vom Ort entfernt) mit Schwimmbad, Tennisplätzen und Kinderspielplatz.

 

Geschichte

Auch Freilingen wurde auf dem Gelände eines römischen Gutshofs erbaut. Die Siedlung muss zur fränkischen Landnahmezeit entstanden sein. Aus der fränkisch-merowingischen Zeit sind Gräberfunde vorhanden. Der Ort ist Stammsitz des 1366 erstmals genannten Geschlechts von Freilingen. Die ehemalige Burg wechselte in den folgenden Jahrhunderten durch Heirat und Erbfolgen mehrfach den Besitzer. Das Burghaus wurde 1830 abgebrochen. Der Eisenerzabbau war wie in Lommersdorf ein wichtiger Wirtschaftszweig des gesamten Bereichs, weil auch Holzeinschläge und Köhlereien dazu gehörten. Territorial gehörte Freilingen zum Herzogtum Arenberg. Zur französischen Zeit war Freilingen ein Teil der Mairie Lommersdorf im Canton Blankenheim.

 

Sehenswürdigkeiten

Sehenswert sind eine Barockkapelle aus dem Jahre 1684, ein zweigeschossiges, ungewöhnlich großes und repräsentatives Bruchsteinwohnhaus (Lommersdorfer Straße 2) aus dem 17. Jahrhundert und ein 26 m langer Fachwerk-Streikhof (1700), ein nur noch in wenigen Exemplaren erhaltener Bauernhaustyp.

 

Jährliche Veranstaltungen

• »Seefest am Freilinger See«, 1. Juli-Wochenende

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 4 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 17,5 km.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199

Freilingen im Internet

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Lindweiler-b

515 m, ca. 120 Einwohner

 

Der kleine Ort liegt idyllisch am Rande des Armutsbachtales, umgeben von bewaldeten Höhen.

 

Geschichte

Lindweiler gehörte territorial und kirchlich zu Rohr und teilt von daher dessen Geschichte.

 

Sehenswürdigkeiten

Einer der Kalköfen, die in und um Rohr und Lindweiler (Rohrer Kalkmulde) betrieben wurden, wurde 1988 als Industriedenkmal wieder in Betrieb genommen. Interessant sind die geologischen Aufschlüsse im Rahmen eines geologischen Lehrpfades.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
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Lindweiler im Internet

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Huengersdorf Kapellenplatz
Foto: Listen-köbes/wikipedia
495 m, 490 Einwohner

 

Auf einer Anhöhe am rechten Ufer der Ahr gelegener Ortsteil, direkt am Rande des Wacholder-Naturschutzgebietes Lampertstal. Zu Hüngersdorf gehört der etwa 1,5 km entfernt liegende Vellerhof.

 

Geschichte

Auf dem heutigen Vellerhof, dessen Name wahrscheinlich von »villa« abgeleitet ist, wurden u.a. zwei römische Steinsärge gefunden. In einer Ausdehnung von etwa 7 ha wurden römische Bauten entdeckt, vor allem Reste von Heizungen und Bäderanlagen. Beim Vellerhof stand in fränkischer Zeit auch die Burg Neuweiler, die als Schutz des Vellerhofs diente, aber im 13. Jahrhundert wieder zerstört wurde. Sie wurde als Wallburg von einem fränkischen Großen angelegt, der seinerzeit Ripsdorf in Besitz hatte, aber seinen Salhof auf dem Vellerhof erwähnt. Der Vellerhof kam schon 1457 in den Besitz der Grafen von Blankenheim. Die Geschichte Hüngersdorfs ist bis 1726 die von Ripsdorf. Im Jahre 1726 wird Hüngersdorf im Tausch gegen Bleibuir von Jülich an Blankenheim abgegeben.

 

Sehenswürdigkeiten

Aus dem 19. Jahrhundert stammen die sehenswerte Hermann-Joseph-Kapelle, die zwischen Hüngersdorf und Ripsdorf romantisch unter einer mächtigen Baumgruppe liegt.

 

Touristinformation Blankenheim
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53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
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Hüngersodrf im Internet

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Lommersdorf

450 m, 610 Einwohner

 

Der Ortsteil liegt auf einer Hochebene am Rand eines großen Waldgebietes. Das Erholungsgebiet um den Freilinger See ist 1,5 km entfernt.

 

Geschichte

Lommersdorf war ebenfalls ein Teil der großen römischen Siedlung, dessen Zentrum in Dollendorf lag. Auf einem ehemaligen römischen Gutsgelände entstand im 5. Jahrhundert die fränkische Siedlung Lommersdorf. Die Grafen von Are, das älteste Grafengeschlecht der Eifel mit Stammburg in Altenahr, hatten längere Zeit die Oberherrschaft gehabt. Urkundlich erscheint Lommersdorf im Jahre 975 als »in villa Lumeresdorph in comitatu Zulpiche«. Die Arenberger Herren, verwandt mit den Grafen von Are, übernahmen später Lommersdorf. Es wurde bald der Hauptort der Herrschaft Arenberg. Als erster bekannter Herrscher wird ein Heinrich von Arenberg (1166–1197) genannt, der gleichzeitig Burggraf von Köln war. 1549 wurden die Herren von Arenberg zu Reichsgrafen erhoben. Philipp Franz erhielt von Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1644 die herzogliche Würde verliehen. Die Eifelherrschaften Schleiden und Kerpen kamen unter Karl Maria Raimund zu Arenberg, das schon längere Zeit Besitzungen in Belgien, Holland und Frankreich besaß. Die hochwertigen Lommersdorfer Eisenerze gingen zum Großteil in die Lütticher Kanonenfabriken. Aus Lommersdorfer Erz sollen sogar Waffen gewesen sein, die im amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) eingesetzt wurden. In der französischen Zeit war Lommersdorf eine Mairie im Canton Blankenheim.

 

Sehenswürdigkeiten

Die Pfarrkirche ist eine romanische Basilika mit altem Patrozinium der Apostel Philipp und Jakob. Das Grabkreuz des Gerichtsschöffen Heinrich Brender befindet sich am Aufgang zum Pfarrhaus.

 

Örtliche Wanderwege

Es bestehen 2 örtliche Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 14 km.

 

Touristinformation Blankenheim
Ahrstraße 55-57
53945 Blankenheim
Tel.: 02449-87-222
Fax: 02449-87-199

www.lommersdorf.de

Lommersdorf bei google maps


Gastgeber in Lommersdorf:


 

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